Ren’py: Spieldateien verschlüsseln

In den meisten Fällen will man bei einem Ren’Py Spiel, das für die Öffentlichkeit gedacht ist, nicht, dass Spieler einfach so in den Spieldateien rumwurschteln können. Zum einen würde es dem Spiel die Magie nehmen, wenn man jedes einzelne Asset von anfang an sehen könnte, man will aber vielleicht auch nicht, dass Leute das Werk verändern oder die Assets in ihren eigenen Spielen verwenden. Dafür bietet Ren’Py ein Tool an, mit dem sich die einzelnen Dateien in Archiven zusammenfassen lassen. Das Komandozeilentool archiver.exe wird leider mit den neueren Versionen von Ren’Py nicht mehr mitgeliefert. Um das Programm zu bekommen muss man sich also eine ältere Version, wie zum Beispiel die Version 5.0 von der Entwicklerwebsite herunterladen. Hier befinden sich im Hauptverzeichnis die Dateien archiver.exe und archiver.py.

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Da neben der Datei Python23.dll auch eine komplette Python-Installation in einem abhängigen Verzeichnis benötigt wird, funktioniert das Programm meist nicht mehr, wenn man es aus dem  Ordner rausnimmt. Deshalb bietet es sich an, die zu archiverenden Dateien in den game-Ordner zu packen, wo sie dann archiviert werden können.
Das Programm archiver.exe wird über die Kommandozeile bedient. Der Aufruf erfolgt nach dem Syntax
archiver.exe Archivname Datei1 Datei2 Datei3 [Datein]
Der Archivname ist nur ein Bezeichner ohne Dateiendung, wie zum Beispiel images , bei der Angabe der Dateien können Auswahlparameter wie zum Beispiel .png , .jpg verwendet werden. Damit die Dateien auch vom Ren’Py-Spiel verwendet werden können, muss im init:-Block die Zeile
archives = [‚archivname‘,’archivname2′]
hinzugefügt werden. Die Script-Dateien müssen nicht individuell Kompiliert werden, beim Testen des Projekts werden die script.rpy-Dateien, die sich mit jedem Editor öffnen lassen, zu script.rpyc-Dateien kompiliert, die sich nicht mehr so einfach öffnen lassen. Ist alles erledigt, können alle Assets, und alle .rpy-Dateien gelöscht werden, woraufhin das Spiel fertig zum veröffentlichen ist. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass die .rpyc-Dateien wirklich kompiliert sind, während die .rpa- und .rpi-Dateien wirklich nur Archive sind, die sich mit wenig Arbeit öffnen lassen. Allerdings schützt diese Methode wesentlich gegen das „casual browsing“ der Spieldateien durch Nutzer.

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